"Die Deutschen haben es gewusst"

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Harald
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"Die Deutschen haben es gewusst"

Postby Harald » 1 decade 7 years ago (Fri Jun 02, 2006 1:58 am)

Hallo Leute,
das habe ich heute bei Focus online gefunden.
Was sagt ihr dazu?
m. fr. Gr.
Harald

Judenverfolgung

„Die Deutschen haben es gewusst“





Viele verschlossen die Augen vor der Wahrheit



| 01.06.06, 17:43 Uhr |

Die Judenverfolgung durch die Nazis hat öffentlich stattgefunden und das Wissen darüber in der Bevölkerung war weit verbreitet.



Diese These formulierte der Historiker Peter Longerich bei der Diskussion seines im April erschienenen Buchs „Davon haben wir nichts gewusst! Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933 – 1945“ (Siedler-Verlag, München) am Mittwochabend am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Konkrete Fakten streng geheim gehalten
„Allerdings hielt das Regime konkrete Fakten, etwa über die Vernichtungslager, streng geheim", sagte der deutsche Direktor des Research Centre for the Holocaust and 20th-Century History am Royal Holloway College der Universität London. So sei eine diffuse Atmosphäre entstanden, in der sich der einzelne Bürger oft aus Selbstschutz weigerte, die Informationen zusammenzufügen. Erst jetzt, nach mehr als 60 Jahren, sei eine differenzierte Aufarbeitung der Akzeptanz von Judenhatz und Holocaust in der Bevölkerung möglich, meinte der 59-Jährige.
Quellen erst heute verfügbar
Quellen wie die Protokolle der Propagandakonferenzen, die vollständigen Goebbels-Tagebücher sowie Lageberichte des Regimes lägen erst heute vor, sagte Longerich. Seine Analyse ergab, dass Goebbels die Medien anwies, die Berichte über Boykotte und Pogrome zurückzufahren, wenn das allgemeine Unbehagen über die Ereignisse zu groß wurde. „Die Zustimmung der Bevölkerung wurde schrittweise durchgesetzt. Es war kein grundsätzlicher Vernichtungs-Antisemitismus in der Bevölkerung vorhanden", meinte der Professor im Unterschied zu den Goldhagen-Thesen („Hitlers willige Vollstrecker", 1996).
„Kollektive Abwehrhaltung“
Zu starker Gerüchtebildung habe ab 1942 die „Endlösung“ geführt: Viele Menschen hätten „mit kollektiver Abwehrhaltung“ auf durchsickernde Informationen über Erschießungen und Vernichtungslager reagiert, sagte Longerich. Durch „ostentative Ahnungslosigkeit“ hätten sie versucht, sich der moralischen Verantwortung zu entziehen.

(jk/dpa)

Reinhard
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Postby Reinhard » 1 decade 7 years ago (Fri Jun 02, 2006 4:08 am)

Ich denke man muß hier genau unterscheiden zwischen Judenverfolgung und Judenvernichtung. Diese Begriffe werden von den Meinungsmanipulateuren bewußt immer als Synonyme verwendet und durcheinandergeworfen.
Daß die Juden diskriminiert und deportiert wurden, konnte in der Tat nicht verborgen bleiben, jedoch setzt man die Deportation heute immer mit der "Fahrt in die Gaskammern" gleich, ohne dafür schlüssige Beweise vorweisen zu können.
Ich kann mich an einen Artikel von Rudolf Augstein im SPIEGEL ca. Ende der 90er oder Anfang der 2000er Jahre erinnern (leider kann ich ihn im Moment nicht ausfindig machen, aber es war, nachdem Germar Rudolf mit seinen Veröffentlichungen für Furore gesorgt hatte - möglicherweise zur Zeit der US-jüdischen Erpressungsversuche in Richtung Schweizer Banken (wg. "nachrichtenloser Konten") und Deutschland (wegen Zwangsarbeiterentschädigungen) in Milliardenhöhe durch jüdische Anwälte wie Ed Fagan), in dem Augstein schilderte, daß er, sowie auch Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker, wie sie ihm auf seine Frage mitgeteilt hätten, erst nach der Kapitulation das erste Mal von "Gaskammern" gehört hätten.

Zu Weizsäcker schrieb Franz Schönhuber in seinem letzten Buch "Die Volksverdummer. Persönliche Erfahrungen mit deutschen Medienleuten" [Nation-Europa-Verlag, Coburg 2005, S. 51]:

"Ich mußte mir die Augen reiben, als ich in einem höchst servil geführten Gespräch von Spiegel-Chef Stefan Aust und FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher mit von Weizsäcker las, er habe keine Ahnung von den Vorgängen im Osten gehabt. Aber hatte er nicht als Bundespräsident in seiner aufsehenerregenden Rede vom 8. Mai 1985 gesagt, das deutsche Volk hätte wissen müssen, wohin die Deportationszüge fahren? Das Volk? Er, der Sohn eines NS-Staatssekretärs und SS-Brigadeführers nicht? Das mag glauben, wer will, ich nicht!
Mit seiner Rede vom 8. Mai 1985 hat von Weizsäcker den schlimmsten Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung geleistet. Er stellte das deutsche Volk unter Generalverdacht, machte sich zum Anwalt der Kollektivschuld. Dabei ist unstrittig, daß nur wenige Deutsche von Auschwitz wußten. Ich kann es auf meinen Eid nehmen, daß ich während meiner Soldatenzeit nie einen Hinweis auf Auschwitz oder ähnliche Lager gehört habe."

Etwa zur gleichen Zeit (möglicherweise sogar in derselben Ausgabe, in der der o.g. Augstein-Text erschien) war im redaktionellen Teil des SPIEGEL ein Interview von SPIEGEL-Redakteuren mit einem orthodoxen Historiker über die Gaskammerfrage zu lesen, in dem sich die Redakteure eines Arguments des Revisionisten Prof. Robert Faurisson bedienten, ohne diesen freilich beim Namen zu nennen: Sie fragten den Experten, weshalb weder Churchill, noch Eisenhower, noch de Gaulle die Gaskammern in ihren umfangreichen Memoiren auch nur mit einem Wort erwähnten.

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ClaudiaRothenbach
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Postby ClaudiaRothenbach » 1 decade 6 years ago (Thu Jun 08, 2006 5:50 am)

Erst jetzt, nach mehr als 60 Jahren, sei eine differenzierte Aufarbeitung der Akzeptanz von Judenhatz und Holocaust in der Bevölkerung möglich, meinte der 59-Jährige.


Das ist doch völlig klar!
Diejenigen, die es erlebten und ihm selbstverständlich vehement widersprechen würden, sind nun zu alt oder bereits tot.

So bastelt man Mythen.
"Everything has already been said, but not yet by everyone." - Karl Valentin


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