"Ernst ist kein Verbrecher!"

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Patria
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"Ernst ist kein Verbrecher!"

Postby Patria » 1 decade 6 years ago (Wed Aug 30, 2006 6:08 am)

"Ernst ist kein Verbrecher"

Zündel-Gattin Dr. Ingrid Rimland Zündel im Interview mit der NATIONAL-ZEITUNG

Mannheim / München: Der Prozeß gegen den nationalen Dissidenten Ernst Zündel nähert sich dem Ende. Im September soll das Urteil fallen. Gerechnet wird mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe, da Zündel, im Gegensatz zu David Irving, nicht bereit ist, seine Ehre wegen eines verbalen und letztlich unnützen Canossa-Gangs aufs Spiel zu setzen.

In ihrer jüngsten Ausgabe befragt die NATIONAL-ZEITUNG die Frau Zündels, Dr. Ingrid Rimland-Zündel über ihr Leben mit Ernst Zündel sowie über ihre Erfahrungen im Kampf um die historische Wahrheit. Wir zitieren wie folgt:

„…National-Zeitung: Frau Dr. Rimland-Zündel, bei Ihren Antworten bitten wir Sie, das in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und in Frankreich geltende Strafrecht zu berücksichtigen. Die großen Anstrengungen der Justiz gegen Ihren Gatten muten seltsam an. Werden ihm Verbrechen gegen Leib und Leben anderer Menschen angelastet?

Rimland-Zündel: Natürlich nicht! Ernst hat weder in Kanada, wo er 42 Jahre lang wohnte – und das immer im Rampenlicht –, noch in den Vereinigten Staaten, wo er seit unserer Heirat im Januar 2000 lebte, irgendwelche Schwierigkeiten gehabt außer denen, die mit seinen Meinungen zusammenhängen.
Man hat oft genug erfolglos versucht, ihn zu kriminalisieren. Vor seiner politisch begründeten Entführung auf amerikanischem Boden veranlasste man mehrere geheime Ermittlungen durch das FBI, um einen Grund zu finden, ihn zu verhaften und abzuschieben. Diese Ermittlungen brachten absolut nichts Gesetzwidriges zutage und wurden abgebrochen. Ernst ist kein Verbrecher!

Dr. Ingrid Rimland-Zündels Lebensweg in eigenen Worten

„Ich wurde 1936 in der Ukraine in einem Ort namens Halbstadt geboren. Meine Eltern waren deutscher Abstammung, meine Mutter mennonitisch erzogen, mein Vater Lutheraner. Als Fünfjährige, im September 1941, erlebte ich, wie mein Vater zusammen mit praktisch allen mehr als vierzehnjährigen männlichen Mitbewohnern unserer Stadt nach Sibirien verschleppt wurde. Ich habe meinen Vater nie wiedergesehen.
Ein paar Wochen nachdem mein Vater auf einen 2000 Kilometer langen Fußmarsch nach Sibirien geschickt worden war, erhielt unsere gesamte Gemeinde den Befehl, sich an der Bahnstation zu versammeln, um ebenfalls nach Sibirien verschleppt zu werden. Ich erinnere mich klar an die Züge, die in einer stockdunklen Nacht etwa die Hälfte der verbliebenen Frauen und Kinder fortbrachten. Buchstäblich in letzter Minute kam die Wehrmacht Ende September 1941 und rettete diejenigen von uns, welche noch auf dem Bahnsteig auf ihren Bündeln saßen. Es war dann in unserem Dorf Friede bis zum Herbst 1943, als Deutschland den Krieg zu verlieren begann und der Rückzug nach Westen anfing.
Als Achtjährige erlebte ich zusammen mit meiner Familie die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in einer Vorstadt von Berlin, als die Rote Armee die Reste der deutschen Wehrmacht überwältigte und zerschlug. Meine in ihrem Bestand verminderte Familie und ich verbrachten dann sechs furchtbare Monate in einem von Russen besetzten Dorf mit Namen Greifenhain. Als wir erfuhren, dass man beabsichtigte, alle Russlanddeutschen zurück in die Sowjetunion zu schicken, flohen wir in die britische Zone.

Nach drei Jahren des Hungerns und Frierens im ruinierten Nachkriegsdeutschland in der Nähe von Detmold, wo ich erstmals zur Schule ging, wanderte meine Familie 1948 nach Paraguay aus. Dort machten wir in einer mennonitischen Kolonie mit Namen Volendam, benannt nach dem niederländischen Flüchtlingsschiff, das uns über den Atlantik brachte, den Urwald urbar.

1960, bereits verheiratet, mit einem schon geborenen Kind und einem weiteren unterwegs, kam ich mit meiner jungen Familie nach Kanada, wo mein zweiter Sohn geboren wurde und wo wir sieben Jahre lebten. 1967 zogen wir auf der Suche nach Hilfe für unseren ältesten behinderten Sohn in die Vereinigten Staaten. Dort absolvierte ich eine Universitätsausbildung in Psychologie, die schließlich zum Doktorat führte. 1979 wurde meine erste Ehe geschieden.

Als alleinerziehende Mutter arbeitete ich zunächst in Schulen, dann in den gesamten Vereinigten Staaten und Kanada für große Organisationen und nebenher als Autorin mehrerer Romane, welche die Erlebnisse meiner Kindheit schildern. 1994 traf ich bei einem revisionistischem Kongress in Kalifornien auf Ernst Zündel.“

National-Zeitung: Die in Mannheim über Ihren Mann zu Gericht sitzende Strafkammer hat angedeutet, dass sie in ihrem Urteil, das für Anfang Oktober erwartet wird, die zweijährige Einzelhaft, die er in Kanada erlitten hat, nicht anzurechnen beabsichtige.

Rimland-Zündel: Dabei bekommt jeder Drogenhändler, Kinderschänder, Vergewaltiger seine Zeit in einem ausländischen Knast auf seine Strafe angerechnet. In Fällen mit Isolationshaft wird diese Zeit sogar doppelt angerechnet.

National-Zeitung: Wie war seine zweijährige Inhaftierung in den USA und in Kanada?

Rimland-Zündel: Unmenschlich! Im ersten Winter hat man Ernst absichtlich schrecklich hungern und frieren lassen. Man hat ihm die kleinsten Erleichterungen und Bequemlichkeiten verweigert. Zum Beispiel durfte er keinen Kugelschreiber haben. Die Bleistifte, die man ihm gab, waren abgesägte Stummel. Oft musste er tagelang bitten, bis man ihm erlaubte, sie anzuspitzen. Man hat viele wichtige Originaldokumente absichtlich mit Wasser zerstört. Es gab Hunderte von demütigenden Schikanen, von denen ich nicht einmal sprechen will. Er durfte seine Zahnbürste nicht bei sich behalten, und wenn er darum bat, antwortete man immer wieder hämisch: „Vielleicht morgen!“ Wochenlang durfte er mit niemandem sprechen, so dass er manchmal seine Stimme verlor. Einmal schrieb er mir: „Du weißt nicht mal die Hälfte von dem, was man mit mir gemacht hat!“

National-Zeitung: Was genau hat man ihm in den USA vorgeworfen?

Rimland-Zündel: Angeblich hat er ein Interview mit einem Einwanderungsbeamten versäumt. In Wirklichkeit war dieser Termin nie auf dem Kalender. Ernst hatte sich mir gegenüber immer wieder über die Behandlung der Guantanamo-Häftlinge in ihren orangefarbenen Anzügen empört. Er war besonders aufgebracht wegen der unmenschlichen Methoden, mit denen diese Männer entführt und transportiert wurden: Hauben über den Köpfen, bis zu 15 Stunden an den Fußboden von Frachtmaschinen geschnallt, ohne zur Toilette gehen zu dürfen!

Ehe er sich versah, teilte er das Schicksal jener anonymen Gefangenen. Er hatte sogar die gleiche orangefarbene Unterwäsche, das T-Shirt, den gleichen entmenschlichenden Overall. Kein Radio, keinen Fernseher, keine Zeitungen. Es war ihm nicht erlaubt, mit anderen Gefangenen zusammenzusein, er wurde nie zur Kirche gelassen, war zwei Jahre lang allein, nur täglich für 10 Minuten im Gefängnishof, allein beim Duschen, allein hinter kugelsicherem Glas in der Besuchszone für Häftlinge. Keine Seife, kein Handtuch in der Zelle. Sein Bettzeug wurde 117 Tage nicht gewechselt. Seine Bewacher brauchten mehr als 18 Monate, bis sie ihn endlich zum Gefängniszahnarzt brachten. Dazu die Rund-um-die-Uhr-Beleuchtung seiner Zelle.

National-Zeitung: Man behauptete, dieser einzelne, ohnmächtige Mann stelle „eine Gefahr für die innere Sicherheit Kanadas“ dar. Wieso das?

Rimland-Zündel: Das möchte ich auch gerne wissen. Ich habe nur meine eigene subjektive Deutung dessen, was da geschehen ist und warum es geschah, gestützt auf Schriftverkehr zwischen der Bundesrepublik, Kanada und den Vereinigten Staaten. Mehrere Regierungen steckten die Köpfe zusammen, um Ernst durch die Hintertür zu „kriminalisieren“, da Holocaustleugnung weder in Kanada noch in den Vereinigten Staaten gesetzwidrig ist. Deshalb dann der Vorwurf der „Bedrohung der Sicherheit Kanadas“.

National-Zeitung: Wie kam es dann zur Abschiebung Ihres Gatten nach Deutschland?

Rimland-Zündel: Es bestand die Befürchtung, Ernst könnte verlangen, nachdem er gekidnappt und in Einzelhaft in Kanada war, in ein drittes Land geschickt zu werden. Ende Februar 2003 wurde also ein Privatflugzeug für 50.000 Dollar von der kanadischen Regierung gechartert, das Ernst unter Bewachung von sieben Mann zum Frankfurter Flughafen flog. Dort warteten deutsche Beamte, die inzwischen benachrichtigt worden waren.

Durch das amerikanische Gesetz über Informationsfreiheit, das man hier Freedom of Information Act nennt, haben wir Dokumente in die Hände bekommen, die beweisen, dass es eine Zusammenarbeit zwischen den USA, Kanada und Deutschland gab. Wir wissen auch aus einer undichten Stelle, dass Behörden auf der Ebene des U.S. State Department an Ernsts außergerichtlicher Auslieferung beteiligt waren. Wir kennen eine Person, die vor der „Kommission 11. September“ über „Auslieferungen auf unterer Ebene“ aussagte: Politisch unbequeme Leute wurden unter dem Deckmantel von, sagen wir, angeblichen Einwanderungsverstößen verhaftet. In unserem laufenden Gerichtsverfahren in Amerika hoffen wir, dies aufzuwickeln.

National-Zeitung: Die Bundeskanzlerin hat nach eigenem Bekenntnis jetzt bei Putin und anderen zugunsten des von der russischen Justiz rechtskräftig wegen Eigentumsdelikten in Milliardenhöhe abgeurteilten Oligarchen Chodorkowski interveniert. Welche Hilfe erhielt Ihr Gatte, der ja deutscher Staatsbürger ist, während seiner Inhaftierung in den USA und Kanada?

Rimland-Zündel: Keinerlei Hilfe. Im Gegenteil. Ich habe das deutsche Konsulat in Atlanta besucht, um dort zu bitten, sich für die Sicherheit meines Mannes einzuschalten. Das wurde verweigert, obwohl Ernst deutscher Staatsbürger ist. Als ich um einen Besuch bei der deutschen Botschaft in Washington ersuchte, wurde mir gesagt, das lasse sich nicht machen. Ein hastiger Bescheid wurde abgesandt, der die Mitarbeiter der Botschaft vor meinem beabsichtigten Besuch warnte. Wir haben eine Kopie von diesem Fax in unseren Akten.

National-Zeitung: Sie sind Russlanddeutsche. Warum kommen Sie nicht nach Deutschland?

Rimland-Zündel: Es gibt einen Haftbefehl auch gegen mich. Deutschland hat für mich keinerlei Zuständigkeit, doch die deutsche Regierung meint, sie könne diktieren, was einer amerikanischen Bürgerin zu sagen und zu schreiben gestattet ist.

National-Zeitung: Im Mannheimer Verfahren kam zur Sprache, wie Sie den Einmarsch und den Rückzug der Wehrmacht in Ihrer alten Heimat in der Ukraine erlebten…

Rimland-Zündel: Wir sahen die Wehrmacht als unsere Befreierin – und das war sie tatsächlich. Ich habe diese kurze Episode in meinen Romanen beschrieben – wie es sich für Millionen von Menschen anfühlte, frei vom stalinistischen Stiefel in ihren Gesichtern zu sein. Es ist eine Tatsache, dass Millionen im Osten lebender Menschen – nicht nur Volksdeutsche, sondern auch Ukrainer, Rumänen, die Völker des Baltikums und so weiter – die Wehrmacht als Befreierin vom satanischen Kommunismus wahrnahmen. Das darf nicht totgeschwiegen werden.

National-Zeitung Nr. 34/06, 18. August 2006
Alle Kraft der Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Überwindung seiner selbst. — Johann Gottlieb Fichte

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