Welch innovative Idee. Nur habe ich da meine Bedenken, ob die nicht lieber die Augen zu machen. Aber warum das ganze nicht auch auf Auschwitz uebertragen - Da waeren die vier FragenMythos statt Wahrheit
Eine Historikerkommission sollte die Opferzahl des Dresdner Feuersturms von 1945 ermitteln. Jetzt wurde ihr das Geld gestrichen
von Sven F. Kellerhoff
Wie viele Menschen starben im Dresdner Feuersturm? "Nur" 25 000 oder vielleicht doch zehnmal so viele? Darüber wird seit der verhängnisvollen Nacht des 13. Februar 1945 gerätselt und gestritten. Um Klarheit zu schaffen, hat der Oberbürgermeister der sächsischen Landeshauptstadt, Ingolf Roßberg (FDP), Ende 2004 eine Historikerkommission berufen, um diese Frage nach allen Regeln der geschichtswissenschaftlichen Kunst zu klären.
Doch gerade jetzt, als nach längeren Vorbereitungen die Arbeit richtig beginnen sollte, steht ihr Scheitern unmittelbar bevor. Gestern mußte der wissenschaftliche Leiter, Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam, E-Mails an die Mitarbeiter der Kommission verschicken, in denen er den bevorstehenden Abbruch der Arbeit ankündigt. Denn am Montagabend hat der Finanzausschuß des Stadtparlaments Dresden mit sieben zu vier Stimmen die Finanzierung abgelehnt. Es ging um rund 92 000 Euro, mit denen die größeren Teilprojekte bezahlt werden sollten. Nur die PDS stimmte dafür; die SPD-Vertreterin im Ausschuß wollte mit der Summe lieber ein Schwimmbad finanzieren. Und ein Christdemokrat nannte die Kommission schlicht "überflüssig, sinnlos und gefährlich".
Gerade in Dresden, wo die rechtsextreme NPD im Landtag sitzt und ihr Fraktionsvorsitzender Holger Apfel schon mal vom "Bomben-Holocaust" gegen die Zivilbevölkerung spricht, gab es seit 1990 viel bürgerschaftliches Engagement für die Aufarbeitung des Feuersturms. Der Wiederaufbau der Frauenkirche ist nur das bekannteste Beispiel. Ebenfalls wichtig ist die Arbeit der Interessengemeinschaft 13. Februar 1945, einer Bürgerinitiative, deren Vorsitzender Matthias Neutzner auch Mitglied der elfköpfigen Kommission ist.
Im Kern geht es um vier Fragen: Wie viele Menschen wurden nach den verheerenden Bombenangriffen des 13. bis 15. Februar 1945 wo bestattet, und gibt es bislang unbekannte Massengräber? Wie viele Flüchtlinge hielten sich in diesen Tagen zusätzlich zu den Einwohnern in Dresden auf? Können menschliche Körper im Feuersturm restlos verbrennen? Gibt es Belege für Tieffliegerangriffe auf die brennende Stadt am 14. Februar 1945?
http://www.welt.de/data/2006/06/29/936775.html

* Gibt es Belege fuer Menschenvergasungen?
* Koennen menschliche Koerper auch unter Wasser brennen?
* Wieviele Menschen wurden nach Auschwitz transportiert und von dort aus weiterdeportiert? Gibt es bislang unbekannte Dokumente?
* Wieviel Menschen verstarben in Auschwitz und was sind die Todesursachen?